Eva Lichtspiele

Blissestraße 18
10713 Berlin
U Blissestrasse oder Bus 101, 104, 249
Tel.: 030 / 922 55 305
Wir zeigen heute,
Freitag, den 19.08.2022:


13:15 Eva:
Arrow Mein Lotta-Leben - Alles Tschaka mit Alpaka

15:30 Eva:
Arrow Minions - Auf der Suche nach dem Mini-Boss

18:00 Eva:
Arrow Mission: Joy Zuversicht und Freude in bewegten .

20:15 Eva:
Arrow Nicht ganz koscher - eine göttliche Komödie

Eintrittspreise

Sigmund Freud - Freud über Freud

... zu verschiedenen Uhrzeiten (s. Spielplan) in den Eva-Lichtspielen !

Der Vater der Psychoanalyse wie der Traumdeutung war zugleich der Tabubrecher des 20. Jahrhunderts schlechthin. Denn er beschäftigte sich in seinem gigantischen schriftlichen Oeuvre ohne gedankliche Scheuklappen en gros mit Metathemenblöcken, die von Religion und Philosophie über Gesellschaft und Hysterie, bis hin zu Krieg und Kultur oder Moral, Massenpsychologie und Melancholie reichten. Zudem hinterließ er ein überbordendes Konvolut an Schriften, Briefen, Korrespondenzen und privaten Notizen, die heute sowohl im Wiener Sigmund-Freud-Museum wie in London als Hort für Forscher*innen aus aller Welt aufbewahrt werden.

In diesen abertausenden Seiten monologisierte, fabulierte und theoretisierte der berühmteste Seelendoktor der Welt über Jahrzehnte hinweg. Sie dienten dem französischen Dokumentarfilmer, Theatermacher und Künstler David Teboul als wichtigste Quelle für seine jederzeit faszinierende filmische Annäherung (Sigmund Freud – Freud über Freud) an diese monolithische Gestalt der vorletzten Jahrhundertwende. Dessen aufsehenerregendes Leben und Wirken diente bereits mehrfach als Vorlage für einer Reihe äußerst unterschiedlicher Spiel- und Dokumentarfilme wie Serien von John Houston (Freud/1962), über David Cronenberg (Eine dunkle Begierde/2011) bis hin zu Marvin Kren (Freud/2020).

Der künstlerische Kniff in Tebouls Lesart ist seine Konzentration auf die Persona Freuds, der er sich in der Form eines Triptychons nähert: Denn um Geburt, Traum und Zusammenbruch kreist seine ebenso feinsinnige gestaltete wie assoziativ montierte (Schnitt: Caroline Detournay) Version des Freud’schen Lebens (...).
(kino-zeit.de)