Blissestraße 18
10713 Berlin
U Blissestrasse oder Bus 101, 104, 249
Tel.: 030 / 922 55 305
Eintrittspreise:
-Erwachsene 9,-- €
-Kinder (bis 14 J.) 5,-- €
-ermäßigt 7,-- €
-Kinotag: Dienstag 5,-- €
Wir zeigen heute,
Mittwoch, den 17.07.2019:


13:00 Eva:
TKKG (2019)

15:45 Eva:
Der Bettelstudent (1936)

18:00 Eva:
Erde

20:30 Eva:
Red Joan (Geheimnis eines Lebens, OmU)

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Bundesplatz-Kino

Impressum

Le Grand Bain (OmU, Ein Becken voller Männer)

Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

... Mittwoch, den 3. Juli um 20:15 Uhr in der OmU !

Klassischen Mustern folgt Gilles Lellouches Komödie „Ein Becken voller Männer“, in dem eine Gruppe von Männern in der Middlife-Crisis nach neuer Motivation sucht - und diese ausgerechnet beim Synchronschwimmen findet. (...) die sympathischen Darsteller sorgen für zwar oberflächliche, aber unterhaltsame zwei Stunden.


FILMKRITIK:

Seit Monaten befindet sich Bertrand (Mathieu Amalric) in einer schweren Depression. Seinen Job hat er schon vor zwei Jahren verloren, schluckt Psychopharmaka und geht zu Hause seiner Frau zunehmend auf die Nerven. Aus schierer Langeweile beschließt er, bei einem Kurs im Schwimmbad seiner Heimat, einer französischen Kleinstadt, teilzunehmen. Synchronschwimmen steht auf dem Programm, geleitet von der ehemaligen Profi-Athletin Delfine (Virginie Efira), die nach einem schweren Unfall zur Alkoholikerin wurde.

Das ist weit weg vom Profi-Sport, was sich hier abspielt. Mittelalte Männer, meist wenig trainiert, oft auch mit deutlich sichtbarem Bauchansatz bewegen sich durchs Becken, weniger grazil als grobschlächtig. Neben Bertrand ist das zum Beispiel der wenig erfolgreiche Geschäftsmann Marcus (Benoît Poelvoorde), der jähzornige Laurent (Guillaume Canet), der einen stotternden Sohn und eine bipolare Mutter hat oder der verhinderte Rockstar Simon (Jean-Hugues Anglade).

Gemeinsamkeiten gibt es in der Truppe kaum, dementsprechend wenig synchron läuft auch das Synchronschwimmen zunächst ab, doch dann packt die Männer der Ehrgeiz: Die Weltmeisterschaft in ihrer Disziplin steht an und die Amateure aus der Provinz wollen nichts lieber, als nach Norwegen zu reisen, um ihr Land im Becken zu vertreten.

Eigentlich haben ja die Briten fast ein Monopol auf Filme, in denen eine Gruppe abgehalfterter Männer sich eine ungewöhnliche Freizeitbeschäftigung zulegt, um aus ihrem tristen Alltag auszubrechen. Besonders an die Stripperkomödie „Ganz oder gar nicht“ muss man da natürlich denken, doch auch das Synchronschwimmen ist nicht unbekannt. „Swimming with Men“ hieß Oliver Parkers Film, der erst im Juni letzten Jahres in Deutschland im Kino lief, wohl auch ein Grund, warum Gilles Lellouches „Ein Becken voller Männer“, der schon 2018 in Cannes Premiere hatte, erst mit viel Verspätung im Sommer 2019 in die deutschen Kinos kommt. (...)

(Michael Meyns, programmkino.de)