Blissestraße 18
10713 Berlin
U Blissestrasse oder Bus 101, 104, 249
Tel.: 030 / 922 55 305
Eintrittspreise:
-Erwachsene 9,-- €
-Kinder (bis 14 J.) 5,-- €
-ermäßigt 7,-- €
-Kinotag: Dienstag 5,-- €
Wir zeigen heute,
Samstag, den 23.06.2018:


11:00 Eva:
Usedom - Der freie Blick aufs Meer

13:15 Eva:
Luis und die Aliens

15:30 Eva:
Vom Ende einer Geschichte

18:00 Eva:
Swimming with Men (DF)

20:30 Eva:
Halaleluja - Iren sind menschlich!

Durch Anklicken der Filmtitel erhalten Sie detaillierte Beschreibungen zu den Filmen


Bundesplatz-Kino

Impressum

Usedom - Der freie Blick aufs Meer

Dokumentarfilm

... wieder am Samstag (23.06.) um 11:00 Uhr in der Matinee in den Eva-Lichtspielen!

Heinz Brinkmann, selbst Heringsdorfer, hat einen Film über die Kaiserbäder auf Usedom gemacht, über die Geschichte des Inseltourismus, und über die Leute, die auf der Insel wohnen und arbeiten.

Früher war alles besser: Als der aus Usedom stammende Filmemacher Heinz Brinkmann (Jahrgang 1948) zu Beginn der 1990er den Film USEDOM – EIN DEUTSCHES INSELLEBEN drehte, ahnte er schon, dass sich auf seiner Herkunftsinsel nach der Wende einiges verändern würde. Die Aussagen kommen in seinem neuen Usedom-Film recht spät, haben aber umso größere Schlagkraft: Auf die Investoren war man schlecht vorbereitet, konkrete Bebauungspläne fehlten, gegen den Willen der Gemeinde wurde abgerissen und neu bebaut was das Zeug hielt. Einer von zahlreichen Talking Heads im Film sagt dazu unverkennbar norddeutsch: „Mit Architektur hat das nichts mehr zu tun.“

Somme, Sonne, Strand und Meer, heißt es zu Beginn dieser filmischen Bestandsaufnahme. Wir sehen volle Strände und Autoschlangen und begegnen neuen und alten Arbeiter*innen, Hoteliers, Politikern und Biobauern. Früher war auch nicht alles besser. „Hier begegnete man den Menschen, vor denen man in Berlin geflohen war“, heißt es da über Henningsdorf, während der Kaiserzeit, die „Badewanne Berlins“. Gastronomie und Tourismus, Post-DDR, haben der Insel auch gutgetan, und von einer Besuchssteigerung von 30.000 auf 4 Millionen Menschen pro Jahr profitieren Deutsche und Polen.

Wer ins Kino geht, um einen Film über Usedom zu sehen, ist bei Heinz Brinkmann an der richtigen Adresse, auch wenn sich sein Dokumentarfilm anfangs nicht recht zwischen Werbe-, Fernseh- und Heimatfilm entscheiden kann. Mit der Zeit werden aber so viele Insulaner*innen vor der Kamera versammelt, dass sich ein interessantes und widersprüchliches Bild von Usedom zwischen neuer Arbeit und Chancenlosigkeit, zwischen Fischbrötchen und Austern, überalterten Dörflern und jungen Wohnungskäufer*innen entfaltet. Lust auf Usedom Urlaub zu machen, hat man nach dem Film auf jeden Fall.

(Toby Ashraf, indiekino.de)

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