Blissestraße 18
10713 Berlin
U Blissestrasse oder Bus 101, 104, 249
Tel.: 030 / 922 55 305
Eintrittspreise:
-Erwachsene 8,-- €
-Kinder (bis 14 J.) 5,-- €
-ermäßigt 7,-- €
-Kinotag: Dienstag 5,-- €
Wir zeigen heute,
Donnerstag, den 29.06.2017:


15:00 Eva:
The Dinner (DF)

17:30 Eva:
Der Tod von Ludwig XIV (OmU)

20:15 Eva:
In Zeiten des abnehmenden Lichts

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Bundesplatz-Kino

Impressum
Kino-Dokumentarfilm über eines der herausragenden Streichquartette der Welt – das Quatuor Ebène

4 (Quatuor Ebene) OmU

...wieder am Sonntag, 25. Juni um 18:00 Uhr.

"Der beste Film über klassische Musik, den ich je gesehen habe. Wahre Kunst."
(Nicolas Altstaedt, Cellist, Dirigent)

"Arbeit und Bedingungen für die Qualität eines Quartetts haben etwas mit unbedingter Verschworenheit zu tun. Die vier müssen nicht notwendig enge Freunde sein, sie müssen sich aber im Musizieren treffen, verständigen, inspirieren können. Das erinnert etwas an Jean-Pierre Melvilles wunderbares Gangsterpoem "Vier im roten Kreis" von 1970. Daniel Kutschinskis Film über das grandiose französische Quatuor Ébène porträtiert weniger, vielmehr scheint es, als sei die Kamera stille Fünfte im Bunde. Man wird Zeuge aus nächster Nähe, kann Spannungen, Kämpfe um den rechten Weg, Verstimmungen, Zweifel, Fragen, aber auch Triumphe miterleben. Diese erhellende Nähe hebt "4" von den üblichen filmischen Andachtshaltungen gegenüber der ehernen "Klassik" wohltuend ab. Hier herrscht die Elektrizität aus Neugier, Aufmerksamkeit
und Beobachtungsgenauigkeit."
(Harald Eggebrecht, Sueddeutsche Zeitung)


Die gesamte Schwierigkeit des Musikmachens
"Sie zeigt der Dokumentarfilm „4“ über das Quatuor Ebène. Die Welt der sogenannten „Klassik“ ist in ihrer
öffentlichen Darstellung durch und durch verlogen. Die Werbeabteilungen präsentieren die Klassik-Helden
als Übermenschen, denen alles zufliegt, die ein glückliches und erfülltes Leben führen und nur abends im
Konzert so etwas wie „Arbeit“ verrichten, für die Ihnen alle Menschen zu Füßen liegen.

Das ist mitnichten so, und der Film von Daniel Kutschinski ist eine der schönsten Möglichkeiten, sich davon
zu überzeugen: Kutschinski begleitet das Streichquartett Quatuor Ebène vor allem auf einer Konzertreise in
Italien. Er zeigt Proben und Konzerte, Reisen und Mahlzeiten - das lebenslange Lernen und die permanente
Auseinandersetzung, die der Anspruch an sich selbst fordert. Was Kutschinski beobachten durfte, erinnert an die kaum fasslichen Selbstentblößungen von Politikern und Wirtschaftsmännern in den Filmen von Klaus
Stern.

Zu Beginn treten die vier Musiker nach einem Konzert von der Bühne. Nicht etwa beglückt, froh, stolz oder
selig, sondern erbost über das Verhalten einer „Tussi“ im Publikum, die ihr Bein über das ihres „Mackers“
gelegt hatte. Auch an anderen Stellen merkt man, dass man es mit Männern zu tun hat, die sich seit ihrer
Studentenzeit in Boulogne-Billancourt kennen und immer noch in den besten Jahren sind. Man spricht dann
auch mal vom „verfickten Dissonanzen-Quartett“ - und ist als Zuschauer verblüfft bis erheitert über den
handfesten Umgang mit musikalischer Weltliteratur und froh, dergleichen auf französisch zu hören und nur
als Untertitel zu lesen.

Am Ernst dieser Arbeit ändert das nichts. Zuweilen sitzen die vier fast ratlos zusammen, spielen etwas an,
jeder macht einen Kommentar, die Situation wirkt chaotisch, dann wird plötzlich ein Akkord zerlegt, eine
Artikulation oder Akzentuierung diskutiert, es wird gehorcht, wie das alles im Raum klingt. Und dann
plötzlich sagt der Bratscher, das sei ihm alles zu festgelegt, selbst die kleinen Abweichungen seien
durchgeplant. Mit einem Mal ist die ganze Schwierigkeit des Musikmachens erfasst: Es soll perfekt sein,
aber zugleich spontan klingen – Quadratur des Kreises.

Bei so hohen Ansprüchen an sich selbst ist man nie fertig: Rührend, wie die Musiker ihrem Mentor, Prof.
Eberhard Feltz Bartók vorspielen und sich eingestehen müssen, dass sie das Stück nicht verstehen und mit
ihm nach und nach aus den gehäuften Dissonanzen Gestalten entwickeln. Und es geschieht, dass der
Primgeiger mit seiner Leistung im Konzert unzufrieden ist und damit eine Auseinandersetzung lostritt, die
das Ensemble an den Rand des Zusammenbruchs zu bringen scheint. Umso schöner, wie sich die Wogen
wieder glätten während die vier nachts am Bühnenausgang zusammenstehen und rauchen.

Kutschinskis Beobachtungen sind intim und doch diskret. Mit am berührendsten sind die unausgesprochenen
Dinge. Man sieht Eheringe und wie sie vor dem Auftritt abgestreift werden, um das Spiel zu erleichtern.
Aber wo sind die Frauen und Kinder? Hier und da gibt es ein Telefonat – aber 120 Konzerte im Jahr mit
Reisen drumherum machen Familie zu einem utopischen Unterfangen. Das Musikersein greift tiefer in die
bürgerliche Lebenspraxis ein als die meisten anderen Berufe."
(Peter Uehling, Berliner Zeitung)
 Offizielle Filmwebseite

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